Der schöne Sandstrand im Februar

Der schöne Sandstrand im Februar

Über Bøtø

Bøtø Nor

Bøtø ist heute ein Ortsname, war ursprünglich aber der Name einer Sandinsel. Durch Sandablagerungen wuchs die Insel im 19. Jahrhundert mit den Nachbarinseln Langø und Bøtø Fang zusammen und bildete eine lange, sandige Dünenlandschaft, die wir heute als den Küstenabschnitt an der Ostsee zwischen Sildestrup im Norden und Gedesby im Süden kennen. Hinter diesen drei zusammengewachsenen Inseln entstand ein 15 km langer und bis zu 1 km breiter Lagunensee – genannt Bøtø Nor. Die umfangreichen Arbeiten zur Entwässerung von Bøtø Nor begannen 1860, und das Gebiet ist heute durch ein System von Entwässerungskanälen und Pumpstationen so gut wie trockengelegt. Bøtø Nor ist heute fast gleichbedeutend mit einem 175 ha großen Naturschutzgebiet, zu dem das Vogelschutzgebiet Bøtø Nor gehört. Tatsächlich ist das aber nur ein sehr kleiner Teil des ursprünglichen, 2.245 ha großen Bøtø Nor – der Rest wurde größtenteils in Ackerland umgewandelt. Von zwei Türmen aus kann man über das Vogelschutzgebiet blicken.

Der Deich und das Ferienhausgebiet

Bøtø ist heute als beliebtes Ferienhausgebiet bekannt, das am schönen Sandstrand entstanden ist. Hinter dem Strand erstreckt sich der Deich Det Falsterske Dige von Ulslev im Norden bis Gedser im Süden. Der Deich stammt von 1875, ist etwa 4 Meter hoch und 17 km lang. Der Deichabschnitt Marielyst-Bøtø-Gedesby zieht im Sommer viele Schmetterlinge an – kleine wie große. Besonders beliebt sind bei den Schmetterlingen hier die Blumen Acker-Witwenblume, Rainfarn und Große Fetthenne. Die Zahl der Schmetterlinge schwankt von Jahr zu Jahr und hängt mit den Schwankungen des Wetters zusammen – in Dänemark ebenso wie im Ausland. Das Wetter im Ausland beeinflusst die Arten, die aus dem Süden zuwandern. Am Deich und in seiner Umgebung pflanzt sich unter anderem der Braune Feuerfalter fort – als einzigem Ort in Dänemark.

Bøtøskoven

Das Waldgebiet, das ursprünglich Bøtø Plantage hieß und in Privatbesitz war, bestand anfangs vor allem aus Waldkiefern und kleineren Gruppen von Birken und Pappeln, die gepflanzt wurden, um das eingedeichte Gebiet vor Sandverwehungen zu schützen. Im Laufe der Jahre kamen Sitka-Fichte, Gemeine Fichte und Lärche hinzu. Den Danske Naturfond übernahm 2017 einen großen Teil der Plantage – genauer gesagt 153 ha im nördlichen Teil des Waldes. Dieses Gebiet heißt heute Bøtøskoven – ein Naturprojekt, bei dem viele der dichten, dunklen Nadelwaldbereiche entfernt wurden, sodass der Wald jetzt heller und offener ist. Das soll bessere Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere schaffen, unter anderem mit Blick auf Vögel, Fledermäuse und die vielen Schmetterlingsarten der Gegend. Im Wald pflanzt sich unter anderem der Spiegelfleck-Dickkopffalter fort, eine neu hinzugekommene Rarität. Bøtøskoven ist jetzt eingezäunt, und es wurden Schottische Galloway-Rinder und Norddeutsche Wildpferde ausgesetzt, die künftig für die laufende Landschaftspflege sorgen sollen.

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