Unter dem Schnee auf dem Deich bei Bøtø warten unter anderem Raupen von Bläulingen, Perlmuttfaltern und Augenfaltern auf die Wärme des Frühlings
Unter dem Schnee auf dem Deich bei Bøtø warten unter anderem Raupen von Bläulingen, Perlmuttfaltern und Augenfaltern auf die Wärme des Frühlings

Wo ist der Schmetterling im Winter?

Einige wenige Schmetterlinge – darunter Admiral und Distelfalter – ziehen im Spätherbst nach Süden in wärmere Gefilde. Die meisten überwintern jedoch als Raupe in der Nähe ihrer Futterpflanze, andere als Puppe oder Ei. Nur ganz wenige überwintern als erwachsener Falter.

Unabhängig vom Stadium fällt der Schmetterling in einen winterschlafähnlichen Zustand (Diapause). Gleichzeitig bildet sich in seinem Körper Glycerin, das wie ein Frostschutzmittel wirkt und ihm hilft, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt auszuhalten.

Ungewöhnlich mildes Winterwetter kann einen sogenannten falschen Frühling auslösen, der die Natur täuscht. Pflanzen, Tiere und Insekten reagieren dann, als wäre der Frühling gekommen – auch die wenigen erwachsenen Falter, die überwintern. Erwacht der Schmetterling aus seiner Winterruhe und schlägt das Wetter danach in Frost um, kann das ernste Folgen haben. Er kann nämlich nur schwer in seinen Ruhezustand zurückfinden und läuft daher Gefahr zu sterben.

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